„Making-Of“ T-Bone Steak Cake

Heute feierte ein guter Freund von uns die Einweihung seiner Aussenküche. Da er ein passionierter Griller ist, lag es nahe etwas „vom Grill“ zu machen… 😉

Zutaten:
Der perfekte Biskuit nach Rezept
Zartbitter-Ganache nach Rezept
– ca. 250 gr weissen Fondant
– ca. 50 gr roten Fondant
– Wilton Lebensmittelfarbe „rot“
Lebensmittelfarbe-Stift, schwarz
– Kokosfett
– Puderzucker
Zuckerkleber (fertig gekaufter oder CMC/Wasser-Mix)
– passende Umverpackung (Styroporschale oder auch schönes Holzbrett), Frischfolie, Etikett

Zuerst müsst Ihr einen Biskuit nach Rezept herstellen und auf dem Blech backen. Ich habe dafür ein Backblech in Größe 42×29 genommen. Wenn der Biskuit gut ausgekühlt ist, halbieren und die gewünschte Vorlage auflegen.

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Ich hatte von einer anderen Grilltorte noch ein ausgedrucktes Steak und habe großzügig drum herum geschnitten, da ich diesmal ein größeres Steak benötigte. Die fransigen Ränder etwas feiner abschneiden und dann erstmal in der Styroporschale (geschnorrt vom Metzger meines Vertrauens) Probe gelegen. Sofern Ihr das Steak später auf einem Brett präsentieren wollt, müsst Ihr es natürlich darauf anpassen. Wenn es passt – prima, ansonsten einfach noch rund herum etwas abschneiden, bis die Größe perfekt ist.

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Dann das angepasste Steak auf die andere Häfte des Biskuits legen und die zweite Lage ausschneiden. Wenn auch diese Lage die richtige Größe hat, die gewünschte Creme auftragen. Ich habe hier etwas von meiner Ganache genommen und mit  Sahne cremig aufgeschlagen. Natürlich kann man hier auch jede andere Creme nehmen. Ihr könntet ja auch den Biskuit rot färben und dann eine Erdbeercreme dazwischen, damit das Steak auch von innen nach Fleisch aussieht. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

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Wenn die Creme schön gleichmäßig verteilt ist, den zweiten Biskuit auflegen und die Ganache überall verteilen. Da Fleisch nicht die Angewohnheit hat überall gleichmäßig und glatt zu sein, kann die Ganache ruhig etwas uneben sein. Das gibt dem Fleisch hinterher auch mehr Struktur! Wenn alles mit Ganache bedeckt ist, ab damit in den Kühlschrank!

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Wenn das Steak mit der Ganache gut durchgekühlt ist, kann die richtige Arbeit beginnen. Das Steak muss jetzt mit weissen Fondant eingedeckt werden. Zuerst das Steak vom Teller auf ein sauberes Brett oder einen Drehteller setzen, damit wir den weissen Fondant nicht einsauen. Dann den weissen Fondant relativ dick ausrollen, damit man hinterher gut Strukturen reinarbeiten kann. Steak eindecken und die Kanten unten nach innen drücken mit einem Messer.

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Jetzt kommt der aufwendigste und doch auch der einfachste Teil! 😉 Das Fleisch braucht Struktur und Maserung. Dazu nimmt man den roten Fondant und rollt ihn so dünn aus, dass er fast reisst. Falls er reisst ist auch nicht schlimm, da die Ränder fransig echter aussehen, als wenn alles glatt geschnitten ist. Man bedenke, jedes Fleisch hat eine andere Maserung, daher kann man es hier nicht falsch machen. Es sollte nur bedacht werden, dass wie bei diesen, einem T-Bone Steak, in der Mitte und oben in der Mitte ungefährt T-förmig das weisse (Knochen) zu sehen sein sollte, da dort der Name her kommt. Ich rolle also erst die eine Seite dünn aus, verteile etwa Zuckerkleber auf dem Steak und lege das rote Fondant auf. Sofern das Stück zu groß ist, reisse ich es mir direkt so in Form, dass es passt bzw. realistisch aussieht. Wenn es gut liegt, nehme ich die Ränder hoch und verteile nochmal etwas Kleber darunter. Dann schneide ich mit einem sehr scharfen Messer feine Keile unregelmäßig in das rote Fondant. Aber aufpassen, dass ihr das weisse Fondant dabei nicht durchschneidet. Leiht eingeritzt ist jedoch nicht schlimm!

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Wenn ihr mit Eurer geschnittenen Maserung zufrieden seid (je mehr weisses Fondant hinterher durchschmimmert, desto echter sieht es aus), dann nehmt ihr das TortenwerkzeugBärentatze„(bei diesen Link auf dem Foto ganz rechts unten!) und kratzt unregelmäßig eine Struktur in das Steak. Dazu das Werkzeug einfach kreuz und quer drüber ziehen. Sofern dabei etwas roter Fondant lose geht, ist das nicht schlimm. Einfach wieder etwas festdrücken oder mit dem Werkzeug weiter verteilen. Wenn die eine Seite fertig ist, verfahrt ihr mit der nächsten Seite genauso. Wenn Ihr allen roten Fondant aufgetragen und die Struktur auf dem kompletten Steak aufgebracht habt, kommt die Farbe. Dazu habe ich eine Messerspitze rot von Wilton mit einem Tropfen Wasser vermischt. Wenn Ihr wollt, dass es schneller trocknet, könnt ihr auch einen Tropfen Wodka nehmen (der Alkohol verfliegt!). Als Pinsel habe ich einen normalen kleinen Borstenpinsel genommen und vor Benutzung in kochenden Wasser ausgespült und getrocknet. Vorsichtig in die Farbe tunken und dann die Ränder des roten Fondants fransig malen bzw. das rote Fondant farblich noch etwas mit dem rot anpassen. Sofern man einen dunkleren Rot-Ton möchte, kann man auch noch ganz wenig schwarz unter das Rot mischen. Mir hat es so besser gefallen!

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Kein Fleisch ohne Siegel! Stilecht habe ich mit einem schwarzen Lebensmittelstift noch ein USDA-Siegel aufgemalt. Und mit einem zweiten angefeuchteten Borstenpinsel leicht verwischt. Wenn alles fertig ist, muss der Kuchen trocknen. Ich habe ihn über Nacht mit einer Tortenhaube abgedeckt und in den kühlen Keller gestellt.

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Am nächsten Tag war die Farbe schön getrocknet und ich konnte das Steak in die vorbereitete Verpackung setzen.

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In die Styroporschale habe ich ein Stück zugeschnittenes Backpapier gelegt, damit der Kuchen ggf. leichter heraus genommen werden kann. Mit Frischhaltefolie umwickelt und ein selbergemachtes Preis-Etikett runden das „Fleischpaket“ ab! Bei der EInweihung kam der Kuchen prima an und einige mussten zweimal hinschauen. Kaum war er aufgeschnitten, war er auch schon verputzt! Viel Spass beim nachmachen! :)

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4 thoughts on “„Making-Of“ T-Bone Steak Cake

  1. Danke für dieses tolle Rezept!
    Ein Freund von mir hat Geburtstag und ich habe ihm einen Fondantkuchen versprochen. Ich wollte aber keinen langweiligen Kuchen mit „Happy Birthday“ backen, sondern nen richtigen Hingucker. Mir kam dann die Idee mit dem Fleisch und zur Inspiration habe ich im Internet etwas rumschauen wollen und schwups war da dein Rezept:) Habe mich total gefreut!
    Ich freu mich schon aufs backen:)

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